|
Kompostierbare Kartons oder Verpackungschips aus nachwachsenden Rohstoffen. Auch in der Verpackungsindustrie spielt Nachhaltigkeit bei den Verpackungsmaterialien eine immer größere Rolle. Um die Umwelt zu schonen, aber auch auf Grund der stark gestiegenen Rohstoffpreise, suchen derzeit viele Firmen nach Möglichkeiten Verpackungsmaterial einzusparen. Umweltfreundliche Verpackungen gab es dann zu sehen in der Sonderschau „NACHHALTIG PRODUZIEREN“ auf der Fachpack 2010 in Nürnberg. In dieser Sonderschau waren auch die Produkte des Verpackungsspezialisten FSP – Full Service Packaging aus Hilden zu sehen. Die Firma betreibt seit einiger Zeit Europas ersten Onlineshop für ausschließlich „UMWELTFREUNDLICHES VERPACKUNGSMATERIAL / VERSANDMATERAIL“.
Pressetimmen:
08.10.2010 / Fachpack 2010
Verpackungsindustrie setzt auf „grüne“ Lösungen Umweltschutz und Nachhaltigkeit rücken zunehmend in den Fokus—Messe „Fachpack“ in Nürnberg beginnt
Folien aus nachwachsenden Rohstoffen, kompostierbare Kartons und Maschinen, die Energie sparen helfen: Auch in der Verpackungsindustrie spielt Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle, wie ab heute die Messe „Fachpack“ in Nürnberg zeigt. NÜRNBERG — „Die Fachpack ist eine richtige Arbeitsmesse“, sagt der Geschäftsführer der NürnbergMesse, Bernd A. Diederichs. So kämen etliche der erwarteten 34000 Besucher aus der abpackenden und abfüllenden Industrie mit konkreten Problemen auf die Fachschau und verließen diese mit Lösungen, die sie heuer bei 1351 Ausstellern finden können. Um die Umwelt zu schonen, aber auch aufgrund der stark gestiegenen Rohstoffpreise, suchten derzeit viele Firmen nach Möglichkeiten, Material einzusparen, konkretisiert Branchenkenner Gert Erhardt. Wie sich im Einzelfall Energie- und Materialverbrauch senken lassen und welche umweltfreundlichen Verpackungen es schon gibt, illustriert die Sonderschau „Nachhaltig produzieren und verpacken“.

Unter den 20 hier vertretenen Firmen ist zum Beispiel die nordrheinwestfälische FSP — Full Service Packaging, die nach eigener Darstellung Europas ersten Onlineshop für ausschließlich umweltfreundliches Verpackungs- und Versandmaterial betreibt. Das Spektrum der „Biobiene“ reicht von kompostierbaren Luftkissen und Verpackungschips bis hin zu Versandkartons, die aus einem Nebenprodukt der Zuckergewinnung hergestellt werden. Dass sich nachhaltiges Denken oft in kleinen Dingen manifestiert, belegt Uwe Klein, Geschäftsführer bei Smurft Kappa im Werk Feucht, anhand schlankerer Verpackungen für Fotos und robusterer Kartons, die innen mit Wellpappe verstärkt sind. Weitere Neuheiten sind mit Ultraschall verschweißte Obst- und Gemüsenetze sowie Bierdeckel, Ordner und Werbemittel, die aus dem Restholz nachhaltiger Forstwirtschaft gefertigt werden, berichtet Erhardt. In der Produktion kämen derweil verstärkt Roboter zum Einsatz, da mittlerweile viele Patente ausgelaufen seien und Fertigungsautomaten jetzt nur noch rund 30 Prozent des Preises von vor vier Jahren kosteten. Warum Schachteln, Tuben & Co. fürs Marketing immer wichtiger werden, erklärt Diplompsychologe Hans- Georg Häusel: „Sie erzielen eine bis zu zehnfache Wirkung, wenn die Verpackung ein multisensorisches Kunstwerk ist.“ Zudem leisteten sich viele Firmen heute keine groß angelegten Werbekampagnen mehr. Da Untersuchungen gezeigt hätten, dass 35 Prozent der Verbraucher zu Hause auf der Verpackung nachlesen, wenn sie Informationen suchen, läge es nur nahe, diese fürs Marketing zu nutzen. So spielten unter anderem Farbe und Geruch der Verpackung eine Rolle, aber auch, wie sie sich anfühlt und wie leicht sie sich öffnen lässt, resümiert Häusel. Gleichzeitig sei aber keines dieser Elemente alleine für wachsende Umsätze verantwortlich: „Es gibt nicht den ,Verkaufsknopf‘ im Kopf.“ Vielmehr wähle der Mensch meist unbewusst und aufgrund seiner Emotionen Produkte aus.
ASTRID LÖFFLER - Nürnberger Nachrichten vom 28.9.2010 Ausgabe 224 - Verpackungsindustrie umweltfreundlich
08.10.2010 / Bilder zur Fachpack 2010
Verpackungschips 
Verpackungsmaterial

Versandkartons
 |